Warum ist Low-Code so wichtig für Organisationen und die Zukunft?

Was ist Low-Code und wann hilft Low-Code Ihnen und Ihrer Organisation bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten? Zwei Beispiele zeigen warum Low-Code so enorm wichtig für die Zukunft Ihrer Organisation ist und welchen Fehler man nicht machen darf.


Es gibt viele unterschiedliche Ansatzpunkte bei Digitalisierungsprojekten. Ob analoge Papier-Prozesse digitalisiert werden sollen, ein Marktvorteil gegenüber dem Wettbewerb geschaffen werden soll, oder die Organisation durch den Fachkräftemangel in den kommenden fünf bis zehn Jahren das Arbeitsaufkommen nicht mehr bewältigen kann. Das alles sind derzeit Treiber der Digitalisierung.

Entsprechend kommt bei vielen die Frage auf: Wie können Organisationen alle diese unterschiedlichen Aufgabestellungen zukunftssicher meistern?

Bleiben wir bei dem Beispiel des Marktvorteils. Neben einem innovativen Produkt benötigen Unternehmen heute ein digitales Angebot für Ihre Kund:innen. Sei es um ihnen zusätzliche Funktionen anzubieten, die Qualität der Produktion oder den Absatz zu steigern. Das läuft heutzutage alles digital. Sie können also davon ausgehen, dass bereits mehrere Marktbegleiter an solchen Ideen arbeiten. Somit ist es eine Frage der Schnelligkeit, wer seinen Kundenvorteil zuerst anbietet.

Effizienter arbeiten und Zeit sparen mit Low-Code

Hier kommt Low-Code ins Spiel. Low-Code bedeutet so viel wie „wenig Programmiercode“. Ziel dieser Low-Code Plattformen ist es über eine grafische Bedienoberfläche bei der Erstellung von Applikationen möglichst wenig Programmcode selbst schreiben zu müssen. Dadurch, dass bei einer Low-Code Plattform, wie zum Beispiel Intrexx, die ganzen Standard-Elemente nicht mehr einzeln Zeile für Zeile programmiert werden müssen, sondern das System per Konfiguration diese Arbeit übernimmt, wird bei der Umsetzung enorm viel Zeit eingespart. Zu diesen Standard-Elementen zählen bspw. Eingabefelder, Visualisierungselemente wie Kalender, Charts, Datenbankverwaltung und die Anbindung von Dritt-Systemen. Die Zeitersparnis wiederum führt dazu, dass die Ergebnisse viel schneller in Betrieb genommen werden und sogar mit mehr Funktionalitäten in der gleichen Zeit, wie bei einem händischen Code, ausgestattet werden können. Beides schafft einen enormen Wettbewerbsvorteil am Markt.

Als zweites Beispiel werfen wir einen Blick auf den Fachkräftemangel. Im Durchschnitt bleit derzeit in Deutschland eine Stelle 131 Tage unbesetzt. In einzelnen Wirtschaftszweigen sogar bis zu 223 Tage[1]. Hinzu kommt, dass sich diese Herausforderung in den kommenden vierzehn Jahren noch verschärfen wird. Durch den demografischen Wandel werden bis 2036 knapp 30 Prozent aller Erwerbstätigen in Rente sein. Das sind 12,9 Millionen Arbeitsplätze[2], die neu besetzt werden müssen. Das Problem ist allerdings, dass die Jüngeren diese Lücke zahlenmäßig nicht ausfüllen können.

Bevölkerungspyramide_22
Die Bevölkerungspyramide[3] zeigt sehr deutlich, dass ab den Jahrgängen 1970 bis heute die Zahl der Erwerbstätigen nachlässt. Damit fallen in den kommenden 10-15 Jahren nicht nur viele Arbeitnehmer:innen weg, mit ihnen geht auch enorm viel Wissen.

 

Wie also können wir das Arbeitsaufkommen dann noch bewältigen? Es geht sicher nicht überall mit Digitalisierung. Viele Berufe benötigen natürlich weiterhin die Menschen, wie z.B. im Gesundheitswesen. In anderen Branchen hingegen existieren auch viele Routinetätigkeiten, die durch die Digitalisierung schneller, effizienter und qualitativ hochwertig übernommen werden können. Besonders in Verwaltungsaufgaben ist enormes Potenzial vorhanden.

Schaffen Sie die Herausforderungen beiseite: Befähigen Sie Ihre eigenen Mitarbeitenden zum Einsatz von Low-Code

Bringen wir nun diese beiden Themen miteinander in Verbindung. Die sogenannten Citizen Developer können mittels einer Low-Code Plattform genau diese Herausforderungen meistern.
Citizen Developer sind meistens Personen ohne IT-Ausbildung. Es handelt sich um Menschen mit einer IT-Grundaffinität, kommen jedoch aus Fachbereichen wie Marketing, Vertrieb, Sachbearbeitung oder ähnliches. Es sind Personen, welche die fachlichen Umstände mit all ihren Facetten sehr gut kennen und daher wissen, wie Abläufe optimal funktionieren müssen. Werden diese Menschen auf die Bedienung einer Low-Code Plattform geschult, in ein professionell geführtes Projektmanagement eingebunden und durch die IT-Expert:innen flankierend unterstützt, so erhält die Organisation eine Softwarelösung, die wie ein perfekt sitzender Maßanzug auf die Prozessabläufe passt. Und das ohne zusätzliches Personal.

Sie sehen anhand von nur zwei Beispielen, wie Low-Code Organisationen weiterhilft und warum Low-Code für die Zukunft so enorm relevant ist. Und Sie haben erkannt, dass es enorm wichtig ist, die Digitalisierung nicht auf die lange Bank zu schieben.

Haben Sie erste Fragen zu Low-Code oder auch bereits bestimmte Handlungsszenarien im Kopf? Wir beleuchten gemeinsam das Potenzial in Ihrer Organisation und unterstützen nicht nur bei der technischen Umsetzung, sondern sorgen auch mit unserem Change und User Adoption Team dafür, dass die neuen technischen Lösungen in vollem Umfang genutzt werden können.

Melden Sie sich gerne bei mir: christian.klingenberg@hansevisionPUNKTde

[1] Vakanzzeit freier Arbeitsstellen nach Wirtschaftszweigen 2022 | Statista

[2] Fast ein Drittel der Beschäftigten: Millionen Babyboomer 2036 im Rentenalter | tagesschau.de

[3] Bevölkerungspyramide: Altersstruktur Deutschlands von 1950 - 2060 (destatis.de)

 

Bild von Christian Klingenberg
Christian Klingenberg Christian Klingenberg berät und begleitet seit über 10 Jahre sehr erfolgreich Öffentliche Auftraggeber und Wirtschaftsunternehmen bei Digitalisierungsprojekten mit Low-Code. Er ist mitverantwortlich für die Gründung und dem Aufbau des Competence Centers für Low-Code Lösungen. Alle Artikel des Autors

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